Anekdoten rund um Großemast und Klosterhook:

 

Auf dieser Seite werden Ereignisse rund um den Schützenverein und der Bauernschaft Großemast-Klosterhook erzählt. Es wäre schön, wenn es noch weitere Kuriositäten zu berichten gäbe. Was wäre das Leben ohne sie!

 

Flugmodelunterrricht 1940
Hermann Levers (Klosterhook) 1957

 

1940 ist das erste Jahr, in dem nach Aussage eines damaligen Schülers erstmalig in Vreden Flugmodellbau durchgeführt wurde. In diesem Jahr wurden nämlich Lehrer von Schulen zu einem Modellbau-Lehrgang abkommandiert, um anschließend ihren Schülern den Bau eines Segelflugmodelles von Typ "Jungvolk" beizubringen. Als nächstes wurde dann ein Stabrumpf-Gleitflugmodell gebaut, welches für damalige Verhältnisse schon recht gute Flugleistungen zeigte. Natürlich mussten die Schüler mit diesen Modellen auch in den Schul-Vergleichskampf. Hierbei siegten dann zunächst die Stadt-Schüler, da sie für die Probeflüge und das Erlernen der Hochstart-Technik viel mehr Zeit gehabt hatten, als die Schüler aus den Bauernschaften. Das ärgerte Lehrer Nolte und mit seinem Schüler Gerhard Wesseler aus Großemast jedoch derart, dass man sich ganz was neues einfallen ließ, und zwar eine Hochstart-Vorrichtung aus mehreren Nähgarnrollen, die die Zugeschwindigkeit nach dem Flaschenzugprinzip wesentlich erhöhte. Mit dieser technischen Raffinesse erflogen sich die Großemaster dann im nächsten Wettkampf die Spitzenplätze.

(Auszug: Homepage VMC Grenzflieger Vreden)


Major Hermann Geesink fiel vom Pferd
Friedhelm Baumeister

 

Friedhelm Baumeister wurde während seiner 22-jährigen Tätigkeit einmal vom Major Hermann Geesink wegen seiner weissen Socken ermahnt, worauf sich Friedhelm Baumeister mit Geschick rächte und unserem "kleenen Majörken" für einen festlichen Anlass ein Pferd bereit stellte. Der Major verließ seitlich elegant und ungewollt das Pferd. Sowas nennt man in Reiterkreisen dann einen Abgang!

Never ending Story

Nach dem Friedhelm Baumeister nun zwischenzeitlich König (2012) wurde, dachten Hermann Geesink samt Offizierkorp und Vorstand, über eine Fortführung dieses Spasses nach. Sie organisierten einen Esel und zogen am Dienstag (21.05.2013) alle weiße Socken an. Nach dem Ritt des Königs wurden alle Offiziere von Friedhelm Baumeister natürlich sofort zu ihm zitiert und durften eine Strafen bezahlen, denn "Weiße Socken, dat geht gar nich!"

(Zitat: Hermann Geesink in den 90ziger Jahren, Friedhelm Baumeister 2013)

 Hier ist auch der bildliche Beweis, dass es sich keiner der beiden nehmen ließ den Esel zureiten.


Links angetäuscht und rechts antretten lassen

Es war an der Zeit den König Friedhelm Baumeister und die Königin Agnes Tenhagen einzuholen. Also machten sich alle Schützen erstmals direkt vom Schützenzelt zum Schützenkönig in die Blumenstrasse auf. Der Hauptmann Werner Vrenegor stoppte die Musik und die Schützen in gewohnter Manier sobald man das Könishaus erreichte.

Eindeutige Befehle werden von der Kompanie auch genauestens befolgt! Also "Links um!"

Könnte es sein, dass dem Hauptmann das alljährliche Frühstück bei der Königin fehlte? Auf jeden Fall machte sich ein verdutztes Erstaunen in der Kompanie breit.

Achja die Definiton für "Links um!" ist laut der Bundeswehr Befehls-beschreibung wortwörtlich "Es erfolgt eine viertel Drehung nach links auf der linken Verse! Gleichzeitig schiebt man sich mit der rechten Fußspitze in die Position."

Soweit alles korrekt, nur wo wohnt der König?

Oberst Josef Esseling griff die Situation auf und ließ Hauptmann Vrenegor die Truppe zur richtigen königlichen Seite aussrichten. Also zwei mal "Rechts um!" und da stand die gesamte Kompanie wie eine Eins!

Aber nur zur Erinnerung: Es gibt auch noch den Befehl "Abteilung oder Kompanie kehrt bzw. wieder zurück:Front".

Definition:" Es erfolgt eine halbe Drehung nach links auf der linken Verse !!! Gleichzeitig schiebt man sich mit der rechten Fußspitze in die Position. Bei einem Fehlkommando kann Front auch die Rückkehr in die Grundstellung bzw. ursprüngliche Stellung bedeuten!"


02.06.09

Geschichte wiederholt sich
von links nach rechts: Josef Fahrland, Hedwig Fahrland, Königin Christel Ehler, König Wilm Kleingries, Agnes Kleingries, Heinz Ehler, Lene Esseling, Hannes Esseling

 

Wilm Kleingries und Christel Ehler regierten mit ihrem Throngefolge Agnes Kleingries und Heinz Ehler, Helene Esseling und Hannes Esseling sowie Hedwig Fahrland und Josef Fahrland im Jubiläumsjahr 2009 die Großemaster Schützengemeinde. Um 14 Uhr gelang Wilm Kleingries mit der 200. Kugel der Königsschuss. Unter großem Beifall der Anwesenden erkor er Christel Ehler zu seiner Königin. Der Jubiläumskönig ist ein Enkel der ersten Königin von Großemast-Klosterhook, Christine Ehler, die im Jahr 1909 gekürt wurde und damals gemeinsam mit Theodor Ehler, dem Großvater von Heinz Ehler, regierte.

Da sag noch einer Geschichte wiederholt sich nicht!

 


02.06.09

Ein früherer Flug rettet Wilm Kemper das Leben
Wilm Kemper vor der Christus-Statue in Rio de Janeira. Hier hat er kurz vor seinem Rückflug an einem Gottesdienst teilgenommen. Foto: privat

 

Nur zweieinhalb Stunden trennten Wilm Kemper Montagnacht von der Stelle, an der eine Air-France-Maschine mit 228 Menschen an Bord über dem Atlantik verschwand. Erst kurz zuvor war der Vredener Gast einer Hochzeit in der Hauptstadt Brasilia, hatte ursprünglich geplant, von Rio de Janeiro mit der Unglücksmaschine die Heimreise anzutreten. "Eigentlich wäre der andere Flug für mich ideal gewesen. So hätte ich am nächsten Tag noch weiter mitfeiern können", meint Kemper. Doch es kam anders, weil der Vredener unbedingt beim Jubiläumsschützenfest von Großemast-Klosterhook dabei sein wollte, nahm er einen früheren Flug.

Zum Schützenfest

 

"Wir haben bis nachts um drei gefeiert, und ich hatte nur wenig Schlaf. Alle haben gesagt: Du bist ja verrückt, dass du das auf dich nimmst, als sie von meinem Entschluss hörten." Nur so konnte er rechtzeitig in Düsseldorf landen und pünktlich um 13 Uhr vor Ort zu sein, um beim Festumzug an der Seite der Schützenbrüder vom Allgemeinen Bürgerschützenverein St. Georg Vreden mitzumarschieren.
Von dem Absturz der Maschine erfuhr Wilm Kemper erst auf dem Schützenfest, als er längst wieder heimischen Boden unter den Füßen hatte. "Zuhause habe ich meine Frau begrüßt und bin dann nur schnell in meine Uniform geschlüpft." Sie schrieb ihm kurz darauf eine SMS - mit der Nachricht von dem Unglück und der Bitte, seine Eltern anzurufen. Diesen fiel ein Stein vom Herzen, als sie hörten, dass ihr Sohn nicht unter den 26 Deutschen war, die in der später gestarteten Maschine saßen. Auch Wilm Kemper konnte sein Glück kaum fassen - und spendete spontan Freibier.

"Ich kann gar nicht beschreiben, was für ein Gefühl das war. Dass ich diese Entscheidung für den früheren Flug getroffen habe, das war einfach Zufall", erklärt er immer noch fassungslos.

Was war geschehen:

Gemäss Tagesanzeiger ist heute ein Airbus A330 von Rio de Janeiro nach Paris vom Radar-Bildschirm verschwunden. Es wird ein Unfall oder ein Attentat vermutet. Das Flugzeug verschwand in der Insel Fernando de Noronha im Nordosten Brasiliens. Die Air France habe "Keine Hoffnung mehr" für das Flugzeug. An Board waren 228 Menschen. In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass das Flugzeug in ein Gewitter geraten und vom Blitz getroffen worden sei. Danach soll es Probleme mit der Elektrik gegeben haben.